15.11., 20.00 Uhr @ naTo: Konzert/Talk Už Jsme Doma (Prag, CZ) und Trottel pres. Talayapa (Budapest, HU) live

Czech Post Punk-Dada-Jazz meets Magyar Psychedelic Post-Hard... [mehr]

14.11., 20.00 Uhr @ Kulturny dom Lipsk/Salon Similde: Ausstellung/Lesung Schon zuhause?
Miroslav Wanek (Už Jsme Doma, Prag, CZ) liest, Martin Velíšek stellt UJD-Artwork aus

Als Präludium zur Už Jsme Doma-Show am Folgetag liest Mirosl... [mehr]

SA 09.11. @ Cassioppeia, Berlin. "We Are The Flowers In The Red Zone"-Release-Festival mit Dezerter, Morus, Krain (PL) und der Schwarze Kanal (Leipzig)

Warsaw Pact Records & Zonic präsentieren:

FLOWERS... [mehr]

FR 08.11., 20 Uhr @ naTo Leipzig. Expander des Fortschritts live plus "Points East und der Subkultur-Transfer Ost-West"-Talk

Eine der wichtigsten und herausforderndsten Bands der Parock... [mehr]

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17.11., 20.30 Uhr @ naTo:
Talk "Die Samtene Revolution, der Underground und Karel Gott (mit uns)". Mit Stefan Segi (Prag, CZ), Matteo Colombi (GWZO/Uni Leipzig), Martina Lisa (Leipzig)

Nirgendwo war Opposition und Subkultur-Dissidenz näher als in der ČSSR. Aber in der Velvet Revolution drängte nicht nur der Untergrund nach (ganz) oben, sondern auch Karel Gott sich ins Bild, während vom rechten Rand äußerst populäre Oi!-Bands auftrumpften.

Wenn von der Samtenen Revolution in der ČSSR die Rede ist, schwingt gelegentlich auch Velvet Underground mit, die New Yorker Bezugsgröße für jenen tschechischen Underground um die legendären Plastic People of the Universe und ihren künstlerisch-ideologischen Kopf Ivan Martin Jirous, der viele Jahre von Staatsseite nicht gerade mit Samthandschuhen behandelt wurde. Sondern ganz im Gegenteil drakonische Strafen für ästhetisch-politische Abweichung kassierte. Wie auch der befreundete Dramatiker Vaclav Havel, Mitinitiator der Charta ´77 (die ja in Reaktion auf Urteile gegen die Plastic People und Umfeld gegründet wurde) und bald erster postkommunistischer Präsident des Landes, der noch 1989 wegen angeblichen Rowdytums verurteilt wurde. Im Laufe des rasanten Umbruchsprozesses, der punktgenau vor 30 Jahren am 17.11.1989 begann und im Zentrum des Abends steht, wird aber nicht nur er nach ganz oben gelangen, sondern beispielsweise auch Michael Kocab, Sänger der gen Frank Zappa orientierten Prog-Sound mit Post Punk vermengenden Pražský výběr, zum Minister und verhandelt den Abzug der sowjetischen Streitkräfte. Die Skurrilität dessen sogar noch etwas übertrumpfend, schafft es zudem Karel Gott, der öffentlich gegen die Charta ´77 Stellung bezogen hatte, mit dem gerade vom Exil ins Land gekommenen Liedermacher Karel Kryl zusammen auf dem gleichen Balkon singend zu agieren, von dem die seit 1969 mit einem Bann belegte Marta Kubišová mit ihrem berühmten Song „Modlitba pro Martu“ die Masse zu Tränen rührt. „Karel Gott (mit uns)“ intoniert zur selben Zeit allerdings auch die Prager Skinhead-Band Orlík, Vorreiter einer bald riesenhaft werdenden rechten Skinhead-Bewegung. Ein spannendes wie verwirrendes Bild, das das präsentierende Trio kundig aufzuklären versucht.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Sounds of ´89"

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