Mo 26.11.2018, 20 Uhr @ Cafe Wagner, Jena: „Vom Prager Psychedelic Frühling zum Warschauer Punk Pakt. Eine subkulturelle Zeitreise durch den Ostblock“

Mit Alexander Pehlemann, Herausgeber von Zonic und diversen ... [mehr]

FR 16.11.2018, 20 Uhr @ Klex, Greifswald: Warschauer Punk Pakt (Fokus Polska)

„I wanna go over the Berlin Wall“, sang Johnny Rotten im Sex... [mehr]

SO 11.11.2018, 20 Uhr @ Arkaoda, Berlin: Z_XXV: Notes from the Underground

Z_XXV
25 Jahre Zonic

Zonic & Unearthing The... [mehr]

FR 09.11.2018, 21 Uhr @ Institut für Zukunft, Leipzig: Z_XXV – Ein Doppelevent zu 25 Jahren Zonic

Zonic & Unearthing The Music present
Z_XXV – Ein Doppel... [mehr]

SA 27.10.2018, 19 Uhr @ Eckermann Buchhandlung, Weimar: Warschauer Punk Pakt

"I wanna go over the Berlin Wall", sang Johnny Rotten im Sex... [mehr]

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FR 28.09.2018@Galerie KUB, Leipzig, 19 Uhr. Vernissage "Soviet Hippies. 1970s Psychedelic Underground Culture in Estonia and Beyond"

Die Ausstellung „Soviet Hippies. 1970s Psychedelic Underground Culture in Estonia and Beyond“ ist das Kernstück des Projekts "Post´68: Politik und Psychedelic. Ostblock-Popkultur zwischen Nonkonformismus und ´Normalisierung´ 1968 – 1978" und setzt auf dem Zeitstrahl rücklaufend in etwa da an, wo die vor einem Jahr am gleichen Ort zu sehende Präsentation des „Warschauer Punk Pakts“ ihren Ausgangspunkt nahm, wobei auch generationelle wie stilistische Überlappungen offenbar werden.
Dafür wurde vor allem die für den Kontext neu arrangierte wie übersetzte Wanderausstellung „Soviet Hippies. The Psychedelic Underground of 1970s Estonia“ importiert. Kuratiert wurde diese in einer fruchtbaren Kooperation. Einerseits duch den Künstler KIWA, der bürgerlich Jaanus Kivaste heißt und im früheren Leben Bassist der Punkband Nyrok City war, was auch bereits in eine Ausstellung zum estnischen Punk einfloss. Sowie andererseits von Terje Toomistu, die zugleich Regisseurin des 2017 angelaufenen Dokumentarfilms „Soviet Hippies“ ist, der auch bei der Leipziger Dokfilmwoche gastierte und gerade erfolgreich in Kalifornien lief, dem Ursprungsterrain der Hippie-Bewegung. Sie ließ dem international tourenden Film zudem mittlerweile auch eine Compilation mit den entsprechenden subkulturellen Sowjet-Sounds folgen, die auch zu erwerben sein wird. Die Ausstellung der beiden, die ausgehend von Estland und den anderen baltischen Republiken das Phänomen sowjetischer jugendkultureller Opposition in den 1970ern aufzeigt, wurde bisher vom Estnischen National-Museum Tallinn, dem Moderna Museet Malmö, dem Uppsala Kunstmuseum, der Presentation House Gallery in Vancouver und der Red Gallery London gezeigt und ist nun erstmals in Deutschland zu sehen.
Flankiert wird sie dabei von ergänzenden Informationen und Materialien, die von der Publikationsplattform Zonic kommen und den Bogen durch den gesamten Ostblock schlagen, wie schon bei der am gleichen Ort im letzten Jahr zum "Warschauer Punk Pakt". Das Ganze wird als mediale Rauminstallation arrangiert, zusammengeführt von Carsten Busse, einem Künstler und Kulturarbeiter aus Leipzig.

Sowohl Terje Toomistu als auch Zonic-Herausgeber Alexander Pehlemann führen in kurz die Ausstellung ein und stehen auf einem Rundgang für Fragen zur Verfügung.

Musik: Zonic pZycho Zystem

21:30 Uhr
Film "Soviet Hippies"
Regie: Terje Toomistu

Unter den traditionell eher gen Westen orientierten baltischen Sowjetrepubliken war Estland insofern privilegiert, als dass über finnisches Radio und Fernsehen relativ einfach der Anschluss an neue Trends hergestellt werden konnte. Das gilt auch für die Hippie-Bewegung, die dort eine starke Ausprägung fand, sich aber bald auch über die ganze Sowjetunion ausbreitete. Mit ihren Idealen von Pazifismus oder freier Liebe und der Suche nach dem ganz individuellen Glück, nicht zuletzt durch Spiritualität und Drogen, stand sie natürlich absolut konträr zum Menschenbild des konformen homo sovieticus, wie die Repressionsorgane bald klar stellten. Aber die Sowjet-Hippies widerstanden und schufen sich ihr eigenes System. Ein faszinierendes Porträt einer bisher fast vollständig unbekannten Subkultur, vorgestellt von der Regisseurin und Kuratorin Terje Toomistu selbst.

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