Do 23.08.2018@Salon Similde, Leipzig. Post ´68: Präludium

Der Prager Psychedelic Frühling
Kommentierte Multimedia... [mehr]

FR 27.07.2018@Nirgendwo, Berlin. Al-Haca XXV: Big Bass Birthday Bash

Anlässlich von einem Vierteljahrhundert als Sound System, wa... [mehr]

SA 19.05.2018 @ Kunstbauerkino, Großhennersdorf. Abschlussparty des Neisse Filmfestivals

Selekta Pehle (Zonic/Al-Haca, Leipzig) lädt zu einer Trans-O... [mehr]

MI 16.05.2018 @ Lidová zahrada, Varnsdorf (CZ). Alexander Pehlemann (Zonic) im Gespräch mit Mitgleidern der Plastic People of the Universe

Als Intro zur The Plastic People of the Universe-Show im Rah... [mehr]

Newsletter

Aktuelle Zonic Nachrichten und die wöchentliche Playlist der Zonic Radio Show per email an:
 

Zonic > News > Mi 23.05.2018 @ Oper Halle. Post 68: ...

Mi 23.05.2018 @ Oper Halle. Post 68: Politik und Psychedelik. Ostblock-Popkultur zwischen Nonkonformismus und “Normalisierung” 1968 – 1978. Vortrag mit Alexander Pehlemann (Zonic)

Das Jahr 1968 war weltweit ein Aufbruch in vehementer Ablehnung der Verhältnisse, oft getragen vom Nonkonformismus der Hippie-Bewegung, die sich schnell auch in den Ländern des Warschauer Pakts etablierte. Deren „Love, Peace & Happiness“ wurde dort wegen der transportierten radikal-demokratischen, sexuell libertären, pazifistischen oder spirituellen Ideen schnell zur Provokation, auf die repressiv reagiert wurde. Am extremsten in der ČSSR nach dem Einmarsch des Warschauer Pakts im August 1968, der den „Prager Frühling“ beendete und die sogenannte „Normalisierung“ auslöste. Aber die Saat der Subkultur konnte nicht komplett unterdrückt werden, zumal das System sich im Widerspruch bewegte, den antikapitalistischen Jugend-Bewegungen des Westens wie der Dritten Welt aufgeschlossen gegenüber wirken zu wollen. Parallel entwickelten sich so auch Tendenzen der Tolerierung und sogar Förderung, die mit Einhegung und Reglementierung einhergingen, jedoch auch zu einer einzigartigen Phase gegenseitigen kulturellen Austauschs führte. Die mehrmedial unterfütterte Präsentation von „Post ´68“ wird daher nicht nur die jugendkulturelle und künstlerische Opposition betrachten, sondern zugleich das widerspruchsreiche Einsickern ihrer Ästhetik, in dessen Vor- und oft auch Rückbewegungen. Dabei geht es quer durch den gesamten Ostblock mit den jeweiligen Landesbedingungen sowie einmal durch die Dekade 1968-1978, an deren Ende mit Punk ganz neue radikale Ansätze kamen. An dem mit der Charta 77, gegründet in Reaktion auf die Unterdrückung künstlerischen Ausdrucks, sowie in Polen mit dem Komitee zur Verteidigung der Arbeiter zudem auch zwei politische Gruppen existierten, die den Beginn des Wegs zum Systemkollaps von 1989 markierten.

Copyright © 2006 Zonic