SO 14.10.2018, 20 Uhr @Galerie KUB: Bruderland-Pop, Psychedelic Opposition & East Art Rock. Kommentierte Mehrmedia-Flashback-Session. Christoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien/Berlin) vs. Alexander Pehlemann (Zonic/Leipzig)

In den frühen 1970er Jahren weitete sich das Spektrum von AM... [mehr]

DO 04.10.2018@Galerie KUB. Jazz behind the Iron Curtain. Mit Bert Noglik (Leipzig) und Wolf Kampmann (Berlin), Moderation: Robert Mießner (Berlin)

Robert Mießner, Journalist und Autor, spricht mit zwei absol... [mehr]

FR 28.09.2018@Galerie KUB, Leipzig, 19 Uhr. Vernissage "Soviet Hippies. 1970s Psychedelic Underground Culture in Estonia and Beyond"

Die Ausstellung „Soviet Hippies. 1970s Psychedelic Undergrou... [mehr]

FR 21.09.2018 @ Salon der unerfüllten Wünsche, Nürnberg. Vom Prager Psychedelic Frühling zum Warschauer Punk Pakt.

Eine subkulturelle Zeitreise durch den Ostblock mit Alexande... [mehr]

Do 23.08.2018@Salon Similde, Leipzig. Post ´68: Präludium

Der Prager Psychedelic Frühling
Kommentierte Multimedia... [mehr]

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DO 26.04.2018 @ ACC Galerie Weimar. Post 68: Politik und Psychedelik. Ostblock-Popkultur zwischen Nonkonformismus und “Normalisierung” 1968 – 1978. Vortrag mit Alexxander Pehlemann (Zonic)

Das Jahr 1968 war weltweit ein Aufbruch in vehementer Ablehnung der Verhältnisse, oft getragen vom Nonkonformismus der Hippie-Bewegung, die sich schnell auch in den Ländern des Warschauer Pakts etablierte. Deren „Love, Peace & Happiness“ wurde dort wegen der transportierten radikal-demokratischen, sexuell libertären, pazifistischen oder spirituellen Ideen schnell zur Provokation, auf die repressiv reagiert wurde. Am extremsten in der ČSSR nach dem Einmarsch des Warschauer Pakts im August 1968, der den „Prager Frühling“ beendete und die sogenannte „Normalisierung“ auslöste. Aber die Saat der Subkultur konnte nicht komplett unterdrückt werden, zumal das System sich im Widerspruch bewegte, den antikapitalistischen Jugend-Bewegungen des Westens wie der Dritten Welt aufgeschlossen gegenüber wirken zu wollen. Parallel entwickelten sich so auch Tendenzen der Tolerierung und sogar Förderung, die mit Einhegung und Reglementierung einhergingen, jedoch auch zu einer einzigartigen Phase gegenseitigen kulturellen Austauschs führte. Die mehrmedial unterfütterte Präsentation von „Post ´68“ wird daher nicht nur die jugendkulturelle und künstlerische Opposition betrachten, sondern zugleich das widerspruchsreiche Einsickern ihrer Ästhetik, in dessen Vor- und oft auch Rückbewegungen. Dabei geht es quer durch den gesamten Ostblock mit den jeweiligen Landesbedingungen sowie einmal durch die Dekade 1968-1978, an deren Ende mit Punk ganz neue radikale Ansätze kamen. An dem mit der Charta 77, gegründet in Reaktion auf die Unterdrückung künstlerischen Ausdrucks, sowie in Polen mit dem Komitee zur Verteidigung der Arbeiter zudem auch zwei politische Gruppen existierten, die den Beginn des Wegs zum Systemkollaps von 1989 markierten.

Alexander Pehlemann ist Autor, Kurator, DJ (Al-Haca Sound System), Kompiler, Journalist und Netzwerker. Seit 1993 ist er Herausgeber des »Zonic«, Magazin bzw. Almanach für »Kulturelle Randstandsblicke & Involvierungsmomente«.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution"

Die Reihe ist eine Kooperation der ACC Galerie Weimar mit dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

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